Was machen Hormone eigentlich in unserem Körper – und was davon ist wissenschaftlich wirklich belegt? In öffentlichen Debatten werden Hormone oft als einfache Erklärung für komplexes menschliches Verhalten genutzt. Doch viele populäre Vorstellungen über Testosteron, Cortisol oder „männliche“ und „weibliche“ Gehirne halten einer genaueren wissenschaftlichen Betrachtung nicht stand.

In dieser Folge spreche ich mit der Neurowissenschaftlerin, Science-Slammerin und Buchautorin Franca Parianen darüber, wie Hormone im Gehirn wirken, was sie beeinflussen können – und wo biologische Erklärungen schnell zu kurz greifen. Wir sprechen über die Grundlagen der Hormonforschung, typische Neuro-Mythen und die Frage, warum neurobiologische Forschung gesellschaftlich so häufig missverstanden oder instrumentalisiert wird.

 

Gespräch mit Franca Parianen:

 

Shownotes:

  • Hormon
  • Endokrines System
  • Neurotransmitter
  • Testosteron
  • Cortisol
  • Oxytocin
  • Artikel beim Deutschlandfunk Kultur über Hormone, Selbstbestimmung und biologische Einflüsse im Alltag mit Franca Parianen [Link]
  • Artikel im Süddeutsche Zeitung Magazin über Liebe, Beziehungen und die Rolle von Hormonen im menschlichen Verhalten mit Franca Parianen [Link]
  • Artikel bei WELT über Testosteron, Geschlecht und hormonelle Einflüsse auf Verhalten mit Franca Parianen [Link]
  • Artikel bei PVS Einblick über Hormone, Gehirn und Verhalten mit Franca Parianen [Link]
  • Artikel von Franca bei der taz über Geschlechtsidentität bei Minderjährigen, gesellschaftliche Debatten und wissenschaftliche Einordnung [Link]
  • Artikel bei der BBC über die wissenschaftliche Debatte rund um Transfrauen im Leistungssport und die Herausforderungen fairer Regelungen [Link]
  • Artikel bei Reuters über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und die Diskussion um Transgender-Athlet:innen im Spitzensport [Link]
  • Paper über die Idee des „männlichen“ und „weiblichen“ Gehirns und warum menschliche Gehirne eher ein Mosaik individueller Merkmale sind von Joel et al. (2015).
  • Paper über die Rolle von Testosteron in sozialen Interaktionen und warum einfache Erklärungen wie „Testosteron macht aggressiv“ zu kurz greifen von Eisenegger et al. (2011).
  • Paper über die sozialen Effekte von Oxytocin und warum das „Kuschelhormon“-Narrativ wissenschaftlich zu kurz greift von Bartz et al. (2011).
  • Paper über Stress, Anpassungsmechanismen und die neurobiologische Rolle des Gehirns von McEwen (2007).
  • Paper über Neurosexismus und problematische Interpretationen geschlechtsspezifischer Hirnforschung von Fine (2013).
  • Paper über neurofeministische Kritik an Forschung zu Geschlechtsunterschieden in den Neurowissenschaften.
  • Paper über die Klassifikation vermeintlich „männlicher“ und „weiblicher“ Gehirnverbindungen und methodische Herausforderungen solcher Ansätze.
  • Paper über Hirnklassifikation, Geschlecht und Fehlklassifikationen bei trans Frauen.

 

NGF087–Thema: Hormone – Zwischen Wissenschaft und Vorurteil
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