NGF012-Thema: Feminismus und Gender Studies

In vielen Bereichen der Gesellschaft spielt die Frage nach der Gleichberechtigung der Geschlechter immer wieder eine Rolle. Die Rechte sind weitestgehend erkämpft, doch haben Frauen und Männer auch die gleichen Chancen? Wie steht es heute mit den Geschlechterrollen, Erwartungen an Frau und Mann und welche Rolle spielt die Wissenschaft dabei? In dieser Folge gibt die Journalistin, Autorin und Podcasterin Katrin Rönicke einen Überblick über die feministische Haltung und erklärt, was es mit den Gender Studies auf sich hat.

 

noch-nicht-gefragt

Katrin Rönicke

FeminismusMädchenmannschaft

 

 nach-gefragt

  1. Der Begriff Feminismus

Frauenbewegung – Thea Dorn [Link1, Link2] – Alice Schwarzer – Kadda im Interview [Link]

  1. Was bedeutet Feminismus?

#MeToo – Über Harvey Weinstein [Link] – Schoenheitsnormen – Mädchen und sexy Mode [Link] – Germnays next Topmodel und Essstörungen[Link] – Care-Arbeit – Statistik zur Arbeitszeit von Frauen Link] – ZeitbudgeterhebungArbeitsteilungEmanzipation – CCC Kongress [Link] – Artikel über #metoo und der CCC Kongress [Link] – Jörg KachelmannDefinitionsmachtUnschuldsvermutungJacob AppelbaumMisandrie – Definition Feminismus in der Enzyklopädie Britannica [Link] – Stereotyp – Arbeitswelt, Männer und erfolgreiche weibliche Rollenbilder [Link] – Artikel über Gleichbezahlung Link] – Statistik Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen [Link] – Lohnungleichheit im Experiment [Link] – Grafik Lohnungleichheit Link] – Gender Pay Gap – Artikel Armutsrisiko Alleinerziehend [Link] – Artikel Armutsgefährdung in Deutschland [Link] – Artikel Altersarmut Link] – Normalverteilung

  1. Geschlechterbilder

Aristoteles“The Ascent of Women” von Amanda Foreman – Steinzeit KlischeesFrauenwahlrechtFrauenrechte – Artikel über sexuelle Selbstbestimmung in der Ehe [Link] – Artikel “Ein bisschen gleich ist nicht genug” [Link] – Personenstandsrecht und weiterer Geschlechtseintrag [Link] – TranssexualitätGenderfluidGenderqueer

  1. Ausprägungen des Feminismus

Artikel zu Rechtspopulismus und Frauen [Link] – Artikel zur AfD als Männerpartei [Link] – AufschreiBetreuungsgeld – Artikel über Betreuungsgeldentscheidung am Bundesverfassungsgericht [Link] – Meinungstrend Betreuungsgeld

  1. Wissenschaft und Feminismus

Artikel über Geschlechtsunterschiede aus neurowissenschaftlicher Sicht [Link]

  1. Angeborenes Verhalten oder Prägung im Geschlechterverhalten

Manfred_SpitzerBedrohung durch Stereotype – Studie über Affen und ihre klare Präferenz für “Jungen-Spielzeug” [Link1, Link2] – Studie über Mädchen Jungen im Matheunterricht [Link] – Artikel über frühkindliche Stereotypen [Link] – Stereotypenbedrohung Bildungsverlierer Jungen [Link – Artikel über den geschlechterneutralen Kindergarten in Schweden [Link1, Link2] – Berufswünsche KinderTestosteron

  1. Was sind Gender Studies?

Gender StudiesKarin HausenGeschlechtergeschichteJudith ButlerQueer-Theorie – Judith Butler und die Queer-Theorie [Link]

  1. Gender Studies und Biologie

Unterschied Sex und Gender [Link]

  1. Geschlechterbild in den Gender Studies

Homepage Lann Hornscheidt – Artikel über Schwedens geschlechtsneutrales Pronomen [Link]

  1. Gender Studies und Feminismus
  2. Gender Studies in der Gesellschaft
  3. Politik und Feminismus

StGB §177 Sexueller Übergriff – Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung von_Gewalt gegen Frauen [Link] – Artikel zur Debatte zum Vergewaltigungsparagraf [Link] – Artikel zum sexualstrafrecht in Schweden Link] – Artikel zur 32h Woche [Link] – ElterngeldEhegattensplittingGleichgeschlechtliche EheStGB §219 Beratung der Schwangeren – Debatte im Bundestag [Link]

  1. Zusammenfassung

Lila-Podcast Sendungen: Folge 91 über Sexarbeit mit Lan Stephani und Folge 89 mit Julia Korbik

 

sterne-befragt

Chinesisches Horoskop

  1. Erwartungen an die Geschlechter

 

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5 Kommentare zu NGF012-Thema: Feminismus und Gender Studies

  1. Christian sagt:

    Technikkommentar: Wow, der Sound ist deutlich besser geworden. Da scheinst Du ja nochmal viel Arbeit reingesteckt zu haben.

  2. Gerlinde sagt:

    Sehr interessant! Mir fällt zum Thema Gleichberechtigung immer gleich das Büchlein “Die Söhne Egalias” von Peter Redvoort ein … es sollten sich mehr Männer zur Gleichberechtigung äußern! Aber es gibt ja auch schon die UN Kampagne HeForShe …!

    Alles Gute

    Gerline

  3. Caro sagt:

    Ich habe einen etwas längeren Kommentar zu Kathrins letzter Frage: Warum ist es eigentlich wichtig für Frauen, begehrenswert zu sein? Ist das für Männer auch wichtig?

    In irgendeiner Form wollen wir alle begehrt werden. Oder anders formuliert: wir wollen Aufmerksamkeit. Ich behaupte, dass sich davon niemand frei machen kann. Ist auch nichts dran auszusetzen.
    Die Frage ist: wofür möchte ich Aufmerksamkeit? Traditionell und stereotyp könnte man sagen: Frauen sollen schön sein, Männer sollen stark sein, und dafür werden sie bewundert.
    Jede/r sollte für sich selbst definieren, was der Fokus der Aufmerksamkeit sein soll, denn das geht mittlerweile.
    Ich muss als Frau nicht mehr überwiegend gut aussehen und gesunde Kinder gebären.
    Der Mann muss nicht mehr den starken Ernährer spielen.
    Man kann viele andere begehrenswerte Attribute und Ziele für sich selbst definieren und finden. Und ja, ich bin der Meinung, dass wir das einstellen, definieren, bestimmen können. Es ist nicht mehr einfach von System, Erziehung, Gesellschaft, Prägung vorgegeben.
    Und jede/r sollte auch für sich selbst überlegen, was sie/er begehrenswert findet.

    Konkret: ich habe beschlossen, nicht für hübsche Klamotten oder schöne Frisuren begehrt zu werden. Wenn mich jemand toll fand oder findet, dann sicherlich nicht, weil ich so schöne Haut habe oder nen coolen Kleidungsstil. Aber vielleicht, weil ich ein cooles seltenes Instrument spiele, eine Menge über Umwelt und Nachhaltigkeit weiß und das in Diskussionen anbringe, weil ich ein bisschen physik-nerdig bin. Klar gefalle ich damit nicht (Achtung Klischee) dem Spitzenbänker im Anzug, der seine After-Work-Cosmopolitan schlürft. Ich gefalle vllt dem Orchestersitznachbarn, meinem nerdigen Kommilitonen, denen genau das gefällt.

    Also lange Rede, kurzer Sinn: ja, alle wollen begehrt werden. Frauen wie Männer. Die große Umdenke sollte stattfinden und tut sie auch bei der Überlegung, was begehrenswert ist.

  4. Mikael sagt:

    Als erstes wollte ich mal danke sagen für einen super Podcast mit immer interessanten Themen! Höre ich immer wieder gerne!
    Die Art von Feminismus, wie ihr ihn lebt, ist genau die, mit der ich vollkommen übereinstimme. Schon zu oft habe ich von Feministinnen mitbekommen, die versuchen, Nachteile gegenüber Männern auszugleichen, aber gleichzeitig blind gegenüber Vorteilen sind, die sie selbst als Frauen in der Gesellschaft genießen. Sie wollen keine Gleichstellung, sondern eine Bevorzugung der Frau. Aber das ist für mich kein Feminismus, sondern – wie Kathrin schon so richtig gesagt hat – die Gleichstellung von Mann und Frau – was ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten bedeutet. Auch wenn da auf Seiten der Frauen noch viele sehr wichtige Dinge – wie die Bezahlung – schnell aufgeholt werden sollten. Auch wenn wir bei der ganzen Debatte nie vergessen sollten, dass sich in den letzten Jahrzehnten zum Glück alles in eine richtige Richtung entwickelt. Aber natürlich muss die Debatte weiter geführt werden, weil sich sonst nie die Lücken schließen.
    Ich wollte auch mal direkt auf Kathrins Frage antworten, ob es für Männer auch so wichtig ist, begehrenswert zu sein – und zwar aus der Sicht eines Mannes. Wenn man begehrenswert rein aufs Äußerliche bezieht, kann ich das erstmal bestätigen. Ich denke bei Männern ist es nicht so stark ausgeprägt, aber trotzdem da. Besonders in den letzten Jahren hat es bei Männern noch mal stark zugenommen, wenn man sich z.B. die aktuelle Fitnesswelle anschaut. Es sind mehr Männer als Frauen, die intensiv in den Fitnessstudios trainieren, um Muskeln aufzubauen. Und das hat bei den wenigsten gesundheitliche Hintergründe – viele nehmen es sogar bewusst in Kauf, sich ihre Gesundheit mit Zusätzen und Muskelaufbaupräparaten kaputt zu machen. Da wird dem Ziel, schön auszusehen, alles andere untergeordnet. Das erinnert an so manches falsches Verhalten von Frauen, die sich “begehrenswert” machen wollen.

    Aber wie Caro schon richtig festgestellt hat, finde ich es interessanter, zu diskutieren, was überhaupt “begehrenswert” ist. Es wird sich niemals etwas daran ändern, dass Männer und Frauen aufeinander begehrenswert wirken wollen, da sollte man sich nichts vormachen. Aber woran wirklich etwas geändert werden könnte, ist das, was einen Mann/eine Frau begehrenswert erscheinen lässt. Aussehen wird immer bewusst oder unbewusst eine Rolle spielen, aber der Anteil daran, wie sehr es sich auf die “Attraktivität” einer Person auswirkt, könnte sich durch ein Umdenken deutlich verringern. Andere Charaktereigenschaften sollten einen größeren Aspekt zur Beurteilung von jemandem sein. Ich merke es auch an mir selbst, wie stark die Attraktivität einer Frau aus meiner Perspektive an Eigenschaften wie z.B. Intelligenz und Humor abhängt.
    Generell sollte jeder Mensch in erster Linie als “Mensch” und nicht als Mann oder Frau behandelt werden. Es gibt zwar wirklich biologische Merkmale, die Männer und Frauen in bestimmten Eigenschaften tendenziell (!) in der einen oder anderen Beruf geeigneter macht, aber halt nur Tendenzen, und das ist sehr wichtig hier zu erwähnen! Weil das eben nicht bedeutet – wie es leider zu viele falsch verstehen – dass generell Frauen oder Männer für den einen oder anderen Beruf z.B. besser geeignet sind. Es muss jeder geschlechterneutral eine freie (und eben keine eingeschränkte) Berufswahl haben – das ist nicht nur gerechter und macht Menschen im Schnitt glücklicher, sondern bringt durch die Möglichkeit des Entdeckens eigener Talente auch die Wirtschaft und Gesellschaft auf eine Art und Weise weiter, wie sie nur von jedem gewollt werden kann. Und das ist genau der Stichpunkt der Chancengleichheit, den ich als so wichtig empfinde, zu erreichen. Aber halt eben nicht nur zwischen Mann und Frau, sondern auch zwischen arm und reich, alt und jung, verschiedener Nationalitäten etc.
    Und eine wichtige Formel, um genau das zu erreichen, habt ihr so schön zusammengefasst zu “immer im Gespräch bleiben”. Und das ist so wahr, und gilt nicht nur für diese Debatte.

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